Solidarität und Schuld

Eines der grossen Erpressungsmittel ist die Schuld gerade auch in dieser CoronaKrise …
Immer, wenn da Politiker, Ämter, Medien die Menschen zur Solidarität auffordern, fragt Euch, solidarisch mit wem? Solidarisch wofür? Zu gern wird eine abstrakte Solidarität herbeibemüht. Diese wird dann wie ich schon mehrmals zum Impfen gesagt und geschrieben habe dafür missbraucht, Schuld zu generieren. Schuldig sich fühlen, das haben wir mit unserer Kultur, mit den Religionen über Jahrhunderte dermassen verinnerlicht, dass wir oft gar nicht merken, wie dieser Knopf da bei uns gedrückt und instrumentalisiert wird. Zurück zum Beispiel Impfen für ein abstraktes, geringes Risiko wird abstrakte Solidarität gefordert. Dafür sollen wir konkrete, reale Gefährdungen auf uns nehmen. Tun wir es nicht sind wir unsolidarisch und asozial. Diese Verspiegelung unseres Denken ist dermassen gemein und so viele von uns fallen da rein. Die Menschen in Deutschland eh, die haben ja ein Dauerabo in sich schuldig fühlen gelöst. Da brauchen nur gewisse Begriffe und Betitelungen den Menschen an den Kopf geworfen zu werden und reflexartig ist frau, man in der Schuld-Falle. Schuld, Schulden damit werden wir schön brav an die Kandarre genommen.

Gut gab es da die Bewegung des Familienstellens, wo vielen klar geworden ist, dass niemand dem Anderen, und haben wir die noch so lieb, sind wir mit ihnen noch so verbunden und verstrickt, ihm/ihr seine Verantwortung für sein Handeln und Unterlassen, abnehmen kann. Was auch ein Form der Entmündigung ist. Es ist, so schiwerig es tönt, einfacher im Opferstatus zu verharren als sich den oft rauhen aber lebenspendenen Winden der Eigenverantworlichkeit auszusetzen. UND nein, ich erteile keinen Freipass für Täter. Eben, auch sie, wollen sie sich entwickeln und Erwachsen werden, haben sich zu verantworten. In dem Sinne befinden wir uns mitten in einer Gesellschaft von scheinbar Erwachsenen, gerade bei den sogenanten Eliten und Investoren, die Verantworung wie der Teufel das Weihwasser scheuen.

Und schon gar nicht sind wir legitmiert zu vergeben. Allein schon das Erkennen, das Anerkennen was ist, ist ein klärender, heilsamer Schritt. Es ohne wenn und aber so stehen lassen können ist Heilung. Ein schwieriges Thema. Ein wichtiges Thema. Es gilt dieser Tage zu klären. Sich die eigene Verantwortung zu zu muten, sich zu ver-antworten, das hiesse dann erwachsen zu werden und sich frei zu spiralen. Wenn viele diese Hausaufgaben machen, dann wird und wächst Freiheit. Individuell und kollektiv. Verantworte ich mich für mein Tun und Nichtun bin ich der Commander meines Erdenschiffs. Da brauche ich nicht mehr die Macht über andere auszuüben. Da habe ich genug damit zu tun mit meiner Kraft, Stärke und Eigenmacht umzugehen. Das wäre dann die die Neue Zeit der Macht im Miteinander…..

Bernard Friot zur Solidarität passt auch gut:
Bernard Friot

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