CARPE MUSICAM!

CARPE MUSICAM!

Der Umgang mit Musik ist heutzutage größtenteils unbewusst. Die Menschen wissen nicht mehr, mit welch machtvollem Werkzeug sie da herumspielen und welche Konsequenzen sie damit hervorrufen.
Meister Yu

»Verstehe ich das richtig?«, hakte Alexander nach einer Weile nach. »Musik
kann uns also erlösen?«

»Ja und Nein«, sagte Apollon. »Wenn ihr euch als die musikalischen Wesen betrachtet, die formgewordene Musik sind, ja. Denn dann seid ihr niemals nicht erlöst gewesen, weil euch nichts von Gott trennt. Auf Erden jedoch, wo ihr eure selbstgeschaffenen Gesetze improvisiert und vergessen habt, in welcher
Komposition ihr mitwirkt, ist Musik nicht eure Erlösung, da ihr sie – und damit alles – als getrennt von euch betrachtet. Dann glaubt ihr, Musik sei ein mehr oder weniger kunstfertiger Ausdruck eures Lebens, der euch im besten Fall euer Dasein bereichert oder erleichtert. Ist euch mittlerweile klar geworden, dass es genau umgekehrt ist? Alles, was ihr seid und was euch umgibt, ist ein Ausdruck der Musik, die ihr macht. Die Welt, die ihr euer Eigen nennt, ist gewissermaßen
eure Improvisation. Euer musikalisches Können – das nichts anderes als euer Grad der Verantwortung ist – entscheidet über den Fortgang der Welt…»

aus dem wunderbaren, dicken Buch von Sebastian Reinhold Sylla, Wie Musik die Welt erschafft.

 

Wunderbar frisch und befreiend diese entdeckungsfreudige Meret Lüthi 💫 da wird mir wieder mal bestätigt, wie gerade das Hören in einer Tradition des Vergleichs, der nicht als Erweiterung und Ergänzung und Vielfalt verstanden wird, in ein Korsett gezwungen wird. Es könnte ja echte Begeisterung und Freude auftreten, welch ein Skandal ;-) … Selber Selber Selber und immer freudiger und eigenprächtiger und -mächtiger 💫. Das ist mein Wunsch an uns Alle …

https://www.srf.ch/audio/diskothek/spezial-diskothek-beethoven-stunde-null-fuer-alle-neun?id=12392575

https://t.me/scivias2021/8516

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