Schlagwort: Thalus von Athos

Der zweite Satz der Hermetik

Textausschnit aus:
Thalus von Athos, Kosmischer Mensch, Buch 4.
Kapitel 5. Der zweite Satz der Hermetik

Moritz hatte einige äußerst interessante Schriften im Archiv entdeckt, sie übersetzen lassen und mir die Übersetzung vorgelegt. Nach Moritz’s Sicht könnte es sich um den zweiten Satz der Hermetik handeln, der als verschollen gilt. Sicher ist er jedoch nicht und er gibt es zur Überprüfung an Fachleute weiter. Zumindest ist es eine Deutung des zweiten Satzes der Hermetik.

Indem das Oben sich nach unten richtet, besteht von unten ein Anklang nach oben. Dies ist die Bindung zum Wesen des irdischen Seins – das Kreuz der Bewusstwerdung.
Indem wir sagen, als Geschöpf von oben durch das Unten in die Denkphase zu gelangen, sagen wir auch, dass der Mensch die Sohnschaft besitzt. Worin wir den Pankreator erkennen, ist nicht das oberste Wesen, sondern sein 2. Wesen in seiner Gestalt der bewussten Schöpfung, woraus das 3. Wesen in den fünf Welten (Gesetzen?) Lobpreisung erhält.
Indem nun das 3. Wesen 5 Schöpfungsprinzipien erhielt, handelt es im Folgenden von vorne nach hinten und zurück als Übersicht linearen Ablaufs. Das 3. Wesen selbst ist zeitlos und entzündet sowohl Prophetie und Erfülung. Es obliegt dem Menschengeschöpf, die Erfüllung zu erwirken oder zu wandeln.
Indem das Mensschenwesen beginnt, von vorne nach hinten zu denken, begreift es das Hinten nach vorne als Weg der Evolution in Eigenschöpfung. Hierhin liegt Weisheit.
Des Pankreators Schöpfung erfüllen die Himmel mit Leben und er lässt seine Geschöpfe am Heilsplan teilhaftig sein. Höre: Sein!
Das 2. Wesen schuf auch Ahriman (Satan) von vorne nach hinten, doch nicht mehr zurück. Damit überließ er dem Menschen die Freiheit der Entscheidung. Trennt der Mensche in seiner Entscheidung in Gut und Böse, so ist er angehalten, es wieder zurück (vorwärts) zu reinigen. Indem die Menschenwesen Ahriman in der Rückführung bewegen, beleben sie ihn zum Wesen der Prüfungen. Wehe, wer Ahriman den Odem der 5 Gesetze einhaucht – er konstruiert einen eifersüchtigen Gott, einen blinden Wütrich, der Anbetung mit Gewalt fordert.
Wer von Anfang (vorne) nach Ende (hinten) und wieder zurück (zum Anfang) denkt, wird das Geheimnis der Prophetie begreifen. Die Religion ist nicht Rückwärtserinnerung in der Zeit, sondern Vorwärtserinnerung. Bedenke: Wer denkt, hat schon zurückgedacht und das Ergebnis davor manifestiert.
Darin, dass geschieht, bevor es gedacht wurde, findet die Erleuchtung des rechten Denkens. Höre: Das ist nicht Vorherbestimmung, sondern freies Bestimmen deines Tuns in des Pankreators Plan, den materielles Denken ist träger als der wahre Geist. In dem Glauben, dass alles vor des Menschen Denken geschieht, liegt Ahrimans Blendwerk. Indem du Ahriman von deinem Denken löst, denkst du in deinem Selbst und schaffst damit die blendenden Vorbestimmungen aus der Welt. Glaube keinem Wesen, das böse Geschehnisse als prophetische Vorherbestimmungen feststellt. Löse sie gedanklich auf – darin liegt deine Arbeit in den Himmeln aller Wesen.
Erinnere dich, dass du warst, bevor du begannst, weil du anders begannst, als du zu denken wagst. Dazu gehört Weisheit!
Das 3. Wesen ward vor und nach dir, immerdar im Wechselfluss der irdischen Gezeiten. Indem es ward und ist, bist du wie es – du musst dich nur erinnern im Fluss der 5 Stadien der Gezeiten. höre: Indem du dein Selbst und das 3. Wesen erkennst, überblickst du die Gezeiten und Äonen, werden dich die Seraphim und Cherubim durch Kleinst und Größt tragen. Das sagt Trismegistos, der Dreifachdurchlauchte, der Mensch ward.

Moritz:
Hier bedeutet ward für allle Zeiten, also unauslöschlich, gegwärtig, wie wir das begreifen.

Alf:
Mir erklärt dieser Text eindeutig, dass wir Vergangenheit und Zukunft falsch definieren und deshalb eine Prophetie linear in unser Zukunftsverständnis instalieren. In Wirklichkeit stellt dann auch die Offenbarung nur ein geistiges Arbeitsfeld dar, die Ankündigung der Apokalypse in Wort und Tat zu überwinden. Hier finden sich auch die grundsätzlichen Bemühungen der Kreationisten, die Apokalypse zur Erfüllung zu bringen, weil sie sie als unumgänglich betrachten.

Moritz:
Du meinst das Pferd wird von hinten aufgezäumt?

Alf:
Natürlich! Denk doch mal an das Phänomen der Welle-Teilchen-Betrachtung, wobei das Ergebnis messbar vor der Idee dazu entstand. Das ist kein Paradoxon, sondern die tatsächliche Realitätsebene der Schöpfung von Geschehnissen.

Moritz:
Demnach denken und handeln wir völlig paradox, luziferisch und mehr verdummend.

Alf:
Es liegt in der Natur des rückläufig okkult-magischen Denkens und Laborierens, dass wir die Geschehnisse unabhängig von unserem Denken betrachten und in die falsche Richtung forschen. So steigen wir immer tiefer in die Struktur der Materie, ohne zugleich die Idee – Energetik – dafür zu erforschen, die offen vor uns liegt. Anstatt die Ideenwelten als Planfeldebenen – Blaupausen – zu erforschen, orientieren wir uns am Ergebnis und halten es für das Nonplusultra.

Moritz:
Scheinwissenschaft, da wird ein Schein gewahrt, der bereits vor Jahrtausenden offengelegt wurde als ein einseitiger Weg. Und Christus hat uns das auch gesagt, wenn wir uns genau erinnern.

Alf:
Es geht um die Umkehr, die Religio, die uns alle durch alle alten Weisheiten entgegenleuchtet. Ich stelle einmal die These auf, dass diese Umkehr in einer linearen Umkehrung zu finden sein könnte, auch wenn es uns paradox erscheint. Es darf ja nicht sein, dass die Zukunft im Grunde unsere wahre Vergangnheit und zugleich die Rückkehr zu Gott darstellt.

Moritz:
Konträres Denken, sagte mal C.G.Jung und dass wir falsch drehen, sagte Viktor Schauberger. Nur: die rechten Worte dafür zu finden, scheint uns verloren gegange zu sein.

Alf:
Ich glaube nicht ganz. Das Deutsche eignet sich wohl gut dafür. Es ist ja auch die Sprache der Deutung und Bedeutung, wie du wissen solltest. Und es ist die Sprache, die uns gewisse Kreis verwässern wollen.

Moritz:
Man darf gar nicht laut denken, woher dieser Wind weht, welche Götter uns Deutsche als Goi (Unwürdige) bezeichnen und uns für gefährlich halten.

Alf:
Lassen wir diese Pseudogötter der Eifer- und Rachsucht beiseite, was bleibt dann noch groß bestehen, wenn wir uns auf das 3. Wesen besinnen? Ich denke es ist der Christusgeist, den wir alle mal besaßen. Eine frohe Botschaft des Heiligen Geistes (heiler Geist), mein Freund, nämlich, dass wir die Fakten begreifen und verändern können im Sinne der Sohnschaft mit dem liebenden Gott.

Foto: Martin K